Informatives

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Teilnahme an einer Studie zur Behandlung von gutartigen Schilddrüsenknoten mit HIFU

Behandlung von gutartigen Schilddrüsenknoten mit hochintensivem fokussierten Ultraschall (High Intensity Focused Ultrasound (HIFU))
Federführend für dieses Studie ist die Universitätsklinik Marburg. Die Studie findet an den Kliniken Marburg, Coburg, Frankfurt und Freiburg statt.
Mit dieser Patienteninformation wollen wir Sie über diese medizinische Studie informieren, an der Sie, wenn die Voraussetzungen bei Ihrer Erkrankung zutreffen, freiwillig teilnehmen können. Im Rahmen der medizinischen Forschung und Weiterentwicklung von Methoden sind alternative Methoden in der Erprobung. Eine davon steht Ihnen im Rahmen dieser medizinischen Studie zu Verfügung.
Zur Behandlung des Schilddrüsenknoten bieten wir die Behandlung mit hochintensivem fokussierten Ultraschall (High Intensity Focused Ultrasound (HIFU)) an. 
Was ist die HIFU ?
Die HIFU ist ein nicht-operatives Verfahren, bei dem durch Ultraschall im Bereich der Schilddrüsenknoten Hitze erzeugt wird. Dadurch sterben die Schilddrüsenzellen ab und werden dann vom körpereigenen Abwehrsystem abgebaut. Nach und nach entsteht eine Narbe. Die technische Durchführung der HIFU ist einfach und erfordert keine Vollnarkose. Nach Desinfektion der Haut im Halsbereich wird dann Ultraschall-gesteuert eine spezielle Sonde über dem Schilddrüsenknoten platziert. Diese Sonde sendet Ultraschall aus, im Bereich des Knotens entsteht dadurch Hitze.
Gibt es Risiken ?
Die HIFU ist risikoarm. Trotz größter Sorgfalt kann es in seltenen Fällen dennoch zu Komplikationen kommen.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden beobachtet: Leichter bis mittelschwerer Schmerzen während der Behandlung. Potenzielle Müdigkeit nach der Behandlung. Ödem des Unterhautgewebes, das sich nach einem Monat ohne besondere Behandlung zurückgebildet hat. Die systemische Kortikoidtherapie vor der HIFU soll diese Nebenwirkung minimieren.
Es kam zu Stimmveränderungen, die bis zu 3 Monate dauern konnte. Normale Stimmen wurden in allen Fällen zurückgewonnen. Leichte bis mittelschwere Abnahme der Beweglichkeit der Stimmbänder auf der gleichen Seite der behandelten Schilddrüse wurden beobachtet. Dies dauerte in seltenen Fällen bis zu 6 Monaten an. Alle Fälle waren vorübergehend.
Bei Schilddrüsenknoten in der Nähe des Stimmbandnerven (Nervus laryngeus recurrens) kann es zu Stimmbandlähmungen kommen, die auch bleibend sein können. Abhängig von der Schilddrüsengröße kommt es durch das Absterben der Schilddrüsenzellen auch zu Fieber. Diese Beschwerden halten im Allgemeinen nur wenige Tage an. Manchmal entsteht auch ein Bluterguss an der Punktionsstelle, der in der Regel wieder verschwindet. Bei der Punktion können andere Organe, Gefäße und Nerven verletzt werden. Eine Infektion im Behandlungsgebiet durch Bakterien ist möglich.
Wie sind die Erfolgsaussichten ?
Die HIFU wird derzeit wissenschaftlich geprüft. Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass das Verfahren in der Regel zu einer Schrumpfung der Schilddrüsenknoten führt. Eine monozentrische Studie wurde in Deutschland im Jahr 2014 durchgeführt. Zehn Patienten mit jeweils einem Schilddrüsenknoten wurden durch HIFU behandelt. Drei Monate nach der Behandlung wurde das Schilddrüsenknoten- Volumen signifikant um 48,8% (Mediän) verringert und eine Schrumpfung von bis zu 75% des Volumens beobachtet. In Bezug auf die Sicherheit wurden keine schweren Nebenwirkung bei diesem Verfahren beobachtet.

Bei Interesse wenden Sie sich an:

Klinikum Coburg GmbH

CÄ PD Dr. med. Sigrun Merger

VI. Medizinische Klinik

Ketschendorfer Str. 33

96450 Coburg

lisa.popp@klinikum-coburg.de (Chefarztsekretärin)  Betreff: Studie - HIFU

Telefon:  +49 (0) 9561 / 22-6329

Telefax:  +49 (0) 9561 / 22-6399

 

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Aufruf zur Teilnahme an einer Studie

Autoimmune Schilddrüsenerkrankungen (Hashimoto Thyreoiditis und Morbus Basedow) und der Einfluss von Ernährungs-und Umweltfaktoren auf die Krankheitsentstehung und den Krankheitsverlauf

Seit einigen Monaten trägt PD Dr. med. Sigrun Merger, Chefärztin der Abteilung Endokrinologie und Diabetologie am Klinikum Coburg, Informationen für eine Studie zusammen, um mehr Aufschluss über die Krankheitsentstehung und den Krankheitsverlauf von Morbus Basedow und Hashimoto Thyreoiditis zu bekommen. 
 
Obwohl manche von Ihnen vielleicht gar nicht in Behandlung bei Frau Dr. Merger sind, möchte ich dennoch hiermit zur Teilnahme an der Studie aufrufen. Es wäre sehr hilfreich viel mehr Informationen zusammenzutragen. Da die Erkrankungsrate von Morbus Basedow und Hashimoto Thyreoiditis immer mehr zunimmt, liegt es mir als Leiterin der Selbsthilfegruppe für autoimmune Schilddrüsenerkrankungen Coburg sehr am Herzen, wenn wir alle an einem Strang ziehen und der Wissenschaft die gewünschten Informationen liefern. Vielleicht finden wir Betroffenen somit erstens mehr Gehör und Beachtung und zweitens somit  mehr Erfolg bei der Behandlung unserer Erkrankung. 
 
Ich hoffe auf eine rege Teilnahme. Falls Sie Laborwerte haben, wie z. B. TSH basal, ft3, ft4, Antikörper, Vitamin D, Zink und Selen, fügen Sie diese bitte in Kopie bei. Bitte laden Sie sich den Erfassungsbogen herunter und drucken Sie die 7 Seiten aus, nehmen Sie sich etwas Zeit und füllen Sie die Bögen gewissenhaft aus. Bitte senden Sie diese ein per Post oder Fax an:
 

Klinikum Coburg GmbH

CÄ PD Dr. med. Sigrun Merger

VI. Medizinische Klinik

Ketschendorfer Str. 33

96450 Coburg

 

oder eingescannt als pdf-Datei per e-Mail an:   

lisa.popp@klinikum-coburg.de (Chefarztsekretärin)  Betreff: Studie - Selbsthilfegruppe f. autoimmune Schilddrüsenerkrankungen

Telefon:  +49 (0) 9561 / 22-6329

Telefax:  +49 (0) 9561 / 22-6399

 

 

Vielen Dank!

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Hashimoto-Thyreoiditis

Dr. Mathias Beyer, Praxis für Endokrinologie Nürnberg

Geschichtliches

Seit William Miller Ord 1878 Verkleinerungen der menschlichen Schilddrüse beschrieb, rückte dieses Phänomen ins Bewusstsein der Wissenschaft.1912 fand der japanische Pathologe Hakaru Hashimoto heraus, dass es sich dabei um eine Einlagerung von Lymphozyten (weißen Blutkörperchen) handelte. Ca. 1960 erkannte Deborah Doniach in London einen Autoimmunprozess der Schilddrüse.

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Hashimoto-Thyreoiditis – ein Erkrankung der Schilddrüse?

PD Dr. med. Sigrun Merger, Chefärztin der Abteilung Endokrinologie und Diabetologie am Klinikum Coburg

2010 wurde in Deutschland 16 700 000 mal Schilddrüsenhormon verschrieben, d.h. circa für jeden fünften Einwohner. Ursache ist meist nach wie vor eine nicht ausreichend Versorgung mit Jod, aber eine der häufigsten Erkrankungen der Schilddrüse ist die Hashimoto-Thyreoiditis, die nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt wurde.

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Radiojodbehandlung – Kleine Pille, große Wirkung

Schon kurz nach der Geburt bekommen Neugeborene eine Untersuchung der Schilddrüse. Ein Tropfen Blut genügt bei ihnen, um eine Unterfunktion der kleinen Drüse im Hals zu erkennen. Doch weshalb ist es so wichtig, auf die Funktion der Schilddrüse zu achten? Dr. Wolfgang Mecklenbeck, Chefarzt der Klinik für Nuklearmedizin im SRH Zentralklinikum Suhl, informiert.

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Unterschriftenaktion

Vom 16. Januar bis zum 12. Februar 2015 führte unsere SHG eine Unterschriftenaktion durch und sammelte dabei 526 Unterschriften. Wir fordern die Ermächtigung/ambulante Zulassung von PD Dr. med. Sigrun Merger, Chefärztin der Fachabteilung für Endokrinologie am Klinikum Coburg für folgende Angelegenheiten:

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Morbus Basedow

Geschichtliches

1835 (Robert Graves, Dublin) bzw. 1840 (Carl Adolph von Basedow, Merseburg) wurde eine Kombination aus schnellem Pulsschlag, Schilddrüsenvergrößerung und hervorstehenden Augen beschrieben. Die erst später weiter erforschte zugehörige Autoimmunerkrankung der Schilddrüse nannte man in Deutschland „Morbus Basedow“, im englischsprachigen Raum „Grave’s Disease“.

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